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Huschie Buh oder die Sache mit der Müdigkeit

Müde sind Idioten. Sie sind des Kampfes müde, des Tages müde, der Aufopferung müde. Ich bin ein idiot! Ich wurde geküsst, gehetzt, verlassen, geliebt, verdammt, betrogen, hintergangen, auf den Arm genommen, umarmt, kopflos, haltlos, besoffen und untragbar für jedes Gehör. Ich bin ein Kommunist! Ich bin ein Vertreter für Waschmaschinen. Freut euch, ich bin alles und man wird von mir denken, dass ich alles sein könnte. Aber Achtung: Ich kann nichts anderes sein, als das was ich bin. Es gibt keine Zukunft, es gibt nur ein Jetzt. Heute habe ich getan: Gefressen, Gelaufen, Getrunken, Geschlafen, Gehoppst, Gemolken, Gefüttert und Geplagt. Ich fühle mich gut dabei, denn das ist Alltag, das ist, was man erzählen kann. Alles andere ist Lüge. Es gibt jemanden in meinem Umfeld und dieser jemand erzählt vom Alltag mit einer Inbrunst, dass es vielen nur darum geht, davonzulaufen. Aber nicht ob der Banalität der Erzählung, sondern einzig aus dem Grund, dass sich jemand traut, von seinem Alltag zu reden und sich gut dabei zu fühlen. Gesprächthemen gehen niemals aus, man traut sich nur nicht zu reden, weil man Angst hat, sich mitzuteilen. Ein anderer könnte sich eine Meinung von einem bilden. Das wäre fatal. Doch immer noch besser, als sich eine Meinung zu bilden obwohl niemals geredet worden ist. Niemand kennt mich. Ich rede nicht von hundert Prozent, ich rede von tausend und von null. Dabei überlege ich, mir eine Ausnahme zu gestatten, die Fünfzig ist mit im Spiel. Hier braucht niemand etwas auf sich zu beziehen oder er bezieht alles auf sich. Denn so ist das, es gibt keine Kompromisse. Manchmal denke ich: Liebe oder Freiheit, Pflicht oder Wille und dann will ich gekonnt auf Liebe und Pflicht scheißen und mir den freien Wilen nehmen, alles zu tun was ich will. Darum geht es doch, nur niemand traut es sich. Es ist schlichtweg zu groß für uns. Ertrinken wollen wir noch nicht, fallen und fallen. Ertrinken im Alkohol. Mit Freude an der Zerstörung. Aber besser Zerstörung als nie etwas mitbekommen zu haben und nie etwas gewesen zu sein. Dann bin ich betrunken und bin schwachsinnig, bin ich verrückt und bin ich nett. Aber ich BIN! Nun zu dem, worum es geht: Um NICHTS
1.9.06 00:08


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Kacke ist am Dampfen

Letztens ich am Strand: Ein Hund, zwei Besitzer, Mann, Frau. Die Frau stachelte den Hund an, ins Wasser zu gehen. Ihre Rufe: "Komm Lala, bade, bade machen, komm, wir gehn jetzt bade bade machen." Ich weiß nicht wen ich zuerst erschießen wollte, den Hund, damit er nicht mehr unter dieser infantilen Tyrannei seiner Herrchen leiden muss oder die Herrchen, damit sie ihrem Hund nicht mehr diese Gräul antun können. Zu Tieren spricht man wie zu Babys. Das kotzt mich schon ein wenig an. Hunde sind doch auch nur Menschen.
1.9.06 00:15


Eine Horde Teufel in den Sümpfen der Schwarzheit

Ich durchforste den Wald der Blogggggger. Ich treffe auf ganz fürchterlich verstörte Wesen. Viele dieser Wesen sind gefangen im egozentrischen Bläschen ihrer Existenz. Sie schreiben hier hin und dort hin, dass sie eine Leere vorfinden und dass es ihnen ganz fürchterlich schlecht geht. Sie fragen das Ungewisse, warum nur ihnen solch ein Schmerz widerfahren muss, haben aber doch mit allen anderen ihnen gleich Gestellten zu tun. Und dann sind es ganz freundliche Wesen, lachen und machen Zeichen und geben sich Kussi Kussi Bussi Bussi. Aber klar, ich vergaß, auch der lustigste Mensch hat ja ganz bestimmt eine dunkle, verstörte Seite in sich, denn immerhin ist jeder total tiefgründig und denkt total viel nach und ist auch sonst total anders als wie er sich gibt.

Nein, die Leute sollten endlich einmal einsehen, dass nur wirklich wenige von ihnen anders sind als sie vorgeben zu sein.

Und dann immer diese widerwärtige Poesie...

1.9.06 12:48


Kukki Wukki sucht eine Bleibe

Ich bin damit einverstanden zu sagen, ich trauere. Worum: Um Sinn und Unsinn im Unsinn des Sinns.

Es sterben neun Menschen in einem Krankenhaus in einem Monat. Und? Es gibt keine Entbindungsstation. Und? Man sagte, es sterbe so gut wie nie jemand. Doch das einzige was niemals stirbt, ist die Lüge!

Siegfried sucht den Siegfrieden. Waffenstillstandsabkommen sind ihm total und wirklich ey egal.

Burghard sucht den Burgfrieden. Er stimmt mit einem Forscher überein, der meinte, totaler Gewinn ist einzig zu erreichen durch totale Unterwerfung.

Wo bleibt denn da das Verbleiben? Denn heute hüh und morgen hott suggeriert mir, dass man keine Bleibe gefunden hat, hat gefunden keine Bleibe.

Kukki Wukki sucht eine Bleibe. Und ich suche mehr davon... 

 

5.9.06 16:22


Ich stimme da mit einem überein

Frauen planen sehr viel mehr als Männer.

Ich stimme da wirklich mal mit einem überein und der ist gar nicht so wie ich.

5.9.06 16:24


Der, der nach etwas sucht und ums Leben kommt

...der geht baden, schwimmen, kann man es nennen, wenn man mag oder auch tauchen, untergehen, ohne Luft zum Atmen, Ersticken beim Ertrinken, Ersaufen beim Vergnügen, das aber nur für Trinker.
Du kannst alles tun was du willst. Ich gehe gleich auf die Straße und spreche mit einem Rentner. Du kannst alles tun. Du machts es nicht. Grund: Warum?
Sicher, warum solltest du, sicher, warum sollst du wollen, sicher, warum sollst du wollen würden, wenn es kein aber gibt. Kein aber, keine Ausrede. Du kannst alles tun.
Ich habe gelernt, was Güte und Menschlichkeit bedeutet, das habe ich heute wirklich gelernt. Da wird man entlohnt, wofür man schon entlohnt wird und was man aus freien Stücken macht, zumindest so halb bis fast ganz frei unfrei. Das ist aber nicht die Sache. Die Sache ist, dass es Menschen gibt, die wissen, dass sie sterben, die ihren Zeitpunkt kennen und es gibt Menschen, die einfach nur wissen, dass sie irgendwann sterben, dass sind fast alle. Diese aber wissen es nicht wirklich, weil sie nicht wissen wollen. Dabei sage ich, allein der Wissende und Erkennende hat die Möglichkeit, alles zu tun und zu ändern, was er tun und ändern möchte.
Ich wollte gestern einfach darauflos lieben, irgendwas, irgendwen, ich wollte spontan und ohne Zwang und ohne Möglichkeit für Zukunft, ich wollte JETZT! Aber das verstehen sie nicht, sie verstünden mich nicht, sie verstehen nur Kuss und es muss, ein Zwang, aber sie verstehen nicht Kuss und Blick und Anfassen und nichts weiter, spontan, im Jetzt. Dabei sollte man wirklich einmal aufhören zu denken.
Lest alle Henry Miller!!!
Ich bin auf der Suche, aber ich bin nicht so stupid und breche dabei ein, denn während ich suche, kann ich immernoch atmen und denken und leben. Die Suche plus das Jetzt!
Darauf sollte man einmal schauen....
8.9.06 16:34


Mit Miller durch den Werdegang

Im Hops und Hin des Jetzt versuche ich keinen klaren Kopf zu behalten. Manchmal kann man eben nicht einfach erklären, was diese Misslaune hervorbringt. Manchmal ist eben viel und so ungreifbar wie der wunderbare Traum, den ich vorhin hatte.

Prediger des Todes, sagt Nietzsche und meint damit, dass man sich eben umbringen soll, wenn man unbedingt will. Ich liebe das Leben - ja Mia, ihr habt recht gehabt, und besonders du, Mietze, in allem, außerdem Frisch und Tomte - und alles weitere überlasse ich der Phantasie.

Morgen wird es bunt und unkultiviert. Ich hoffe, dass Kultur und Moral aussterben. Ich bin dafür, den morgigen Tag für eine Revolution zu missbrauchen. Menschen der gleichen Gesinnung an einem Ort und einfach einmal hundert Prozent Aktionismus. Brus, du König der Wiender Aktionisten, ich vergöttere dich, allein für deinen Mut, das, was du denkst, auch Wahrheit werden zu lassen. Habt ihr von der Tierschutzorganisation diese Aktion gesehen, wo eine Frau wie Gammelfleisch in einem Supermarkt liegt, nackt und voller Blut, eingeschweißt in Frischhaltefolie? Das nenne ich Kunst mit Zweck-Verbund. Denn Kunst und Zweck sind untrennbar vereint: Die Kunst erfüllt einzig den Zweck, künstlich zu sein. Wie der Mensch nur zum Menschsein geschaffen ist. Schade eigentlich...

9.9.06 00:33


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